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Ezekiel 1 Daniel 1

Daniel 2:1-49

Daniel 3 Hosea 1

German - Luther

 
 
 
Dan 2:1
 
Im zweiten Jahr des Reiches Nebukadnezars hatte Nebukadnezar einen Traum, davon er erschrak, daß er aufwachte.  
 
Dan 2:2
 
Und er hieß alle Seher und Weisen und Zauberer und Chaldäer zusammenfordern, daß sie dem KÃnig seinen Traum sagen sollten. Und sie kamen und traten vor den KÃnig.  
 
Dan 2:3
 
Und der KÃnig sprach zu ihnen: Ich habe einen Traum gehabt, der hat mich erschreckt; und ich wollte gern wissen, was es für ein Traum gewesen sei.  
 
Dan 2:4
 
Da sprachen die Chaldäer zum KÃnig auf chaldäisch: Der KÃnig lebe ewiglich! Sage deinen Knechten den Traum, so wollen wir ihn deuten.  
 
Dan 2:5
 
Der KÃnig antwortete und sprach zu den Chaldäern: Es ist mir entfallen. Werdet ihr mir den Traum nicht anzeigen und ihn deuten, so sollt ihr in Stücke zerhauen und eure Häuser schändlich zerstÃrt werden.  
 
Dan 2:6
 
Werdet ihr mir aber den Traum anzeigen und deuten, so sollt ihr Geschenke, Gaben und große Ehre von mir haben. Darum so sagt mir den Traum und seine Deutung.  
 
Dan 2:7
 
Sie antworteten wiederum und sprachen: Der KÃnig sage seinen Knechten den Traum, so wollen wir ihn deuten.  
 
Dan 2:8
 
Der KÃnig antwortete und sprach: Wahrlich, ich merke es, daß ihr Frist sucht, weil ihr seht, daß mir's entfallen ist.  
 
Dan 2:9
 
Aber werdet ihr mir nicht den Traum sagen, so geht das Recht über euch, als die ihr Lügen und Gedichte vor mir zu reden euch vorgenommen habt, bis die Zeit vorübergehe. Darum so sagt mir den Traum, so kann ich merken, daß ihr auch die Deutung trefft.  
 
Dan 2:10
 
Da antworteten die Chaldäer vor dem KÃnig und sprachen zu ihm: Es ist kein Mensch auf Erden, der sagen kÃnne, was der KÃnig fordert. So ist auch kein KÃnig, wie groß oder mächtig er sei, der solches von irgend einem Sternseher, Weisen oder Chaldäer fordere.  
 
Dan 2:11
 
Denn was der KÃnig fordert, ist zu hoch, und ist auch sonst niemand, der es vor dem KÃnig sagen kÃnne, ausgenommen die GÃtter, die bei den Menschen nicht wohnen.  
 
Dan 2:12
 
Da ward der KÃnig sehr zornig und befahl, alle Weisen zu Babel umzubringen.  
 
Dan 2:13
 
Und das Urteil ging aus, daß man die Weisen tÃten sollte; und Daniel samt seinen Gesellen ward auch gesucht, daß man sie tÃtete.  
 
Dan 2:14
 
Da erwiderte Daniel klug und verständig dem Arioch, dem obersten Richter des KÃnigs, welcher auszog, zu tÃten die Weisen zu Babel.  
 
Dan 2:15
 
Und er fing an und sprach zu des KÃnigs Vogt, Arioch: Warum ist ein so strenges Urteil vom KÃnig ausgegangan? Und Arioch zeigte es dem Daniel an.  
 
Dan 2:16
 
Da ging Daniel hinein und bat den KÃnig, daß er ihm Frist gäbe, damit er die Deutung dem KÃnig sagen mÃchte.  
 
Dan 2:17
 
Und Daniel ging heim und zeigte solches an seinen Gesellen, Hananja, Misael und Asarja,  
 
Dan 2:18
 
daß sie den Gott des Himmels um Gnade bäten solches verborgenen Dinges halben, damit Daniel und seine Gesellen nicht samt den andern Weisen zu Babel umkämen.  
 
Dan 2:19
 
Da ward Daniel solch verborgenes Ding durch ein Gesicht des Nachts offenbart.  
 
Dan 2:20
 
Darüber lobte Daniel den Gott des Himmels, fing an und sprach: Gelobt sei der Name Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit! denn sein ist beides, Weisheit und Stärke.  
 
Dan 2:21
 
Er ändert Zeit und Stunde; er setzt KÃnige ab und setzt KÃnige ein; er gibt den Weisen ihre Weisheit und den Verständigen ihren Verstand;  
 
Dan 2:22
 
er offenbart, was tief und verborgen ist; er weiß, was in der Finsternis liegt, denn bei ihm ist eitel Licht.  
 
Dan 2:23
 
Ich danke dir und lobe dich, Gott meiner Väter, der du mir Weisheit und Stärke verleihst und jetzt offenbart hast, darum wir dich gebeten haben; denn du hast uns des KÃnigs Sache offenbart.  
 
Dan 2:24
 
Da ging Daniel hinein zu Arioch, der vom KÃnig Befehl hatte, die Weisen zu Babel umzubringen, und sprach zu ihm also: Du sollst die Weisen zu Babel nicht umbringen, sondern führe mich hinein zum KÃnig, ich will dem KÃnig die Deutung sagen.  
 
Dan 2:25
 
Arioch brachte Daniel eilends hinein vor den KÃnig und sprach zu ihm also: Es ist einer gefunden unter den Gefangenen aus Juda, der dem KÃnig die Deutung sagen kann.  
 
Dan 2:26
 
Der KÃnig antwortete und sprach zu Daniel, den sie Beltsazar hießen: Bist du, der mir den Traum, den ich gesehen habe, und seine Deutung anzeigen kann?  
 
Dan 2:27
 
Daniel fing an vor dem KÃnig und sprach: Das verborgene Ding, das der KÃnig fordert von den Weisen, Gelehrten, Sterndeutern und Wahrsagern, steht in ihrem VermÃgen nicht, dem KÃnig zu sagen.  
 
Dan 2:28
 
Aber es ist ein Gott im Himmel, der kann verborgene Dinge offenbaren; der hat dem KÃnig Nebukadnezar angezeigt, was in künftigen Zeiten geschehen soll.  
 
Dan 2:29
 
Mit deinem Traum und deinem Gesichten, da du schliefest, verhielt sich's also: Du, KÃnig, dachtest auf deinem Bette, wie es doch hernach zugehen würde; und der, so verborgene Dinge offenbart, hat dir angezeigt, wie es gehen werde.  
 
Dan 2:30
 
So ist mir solch verborgenes Ding offenbart, nicht durch meine Weisheit, als wäre sie grÃßer denn aller, die da leben; sondern darum, daß dem KÃnig die Deutung angezeigt würde und du deines Herzens Gedanken erführest.  
 
Dan 2:31
 
Du, KÃnig, sahst, und siehe, ein großes und hohes und sehr glänzendes Bild stand vor dir, das war schrecklich anzusehen.  
 
Dan 2:32
 
Des Bildes Haupt war von feinem Golde, seine Brust und Arme waren von Silber, sein Bauch und seine Lenden waren von Erz,  
 
Dan 2:33
 
seine Schenkel waren Eisen, seine Füße waren eines Teils Eisen und eines Teils Ton.  
 
Dan 2:34
 
Solches sahst du, bis daß ein Stein herabgerissen ward ohne Hände; der schlug das Bild an seine Füße, die Eisen und Ton waren, und zermalmte sie.  
 
Dan 2:35
 
Da wurden miteinander zermalmt das Eisen, Ton, Erz, Silber und Gold und wurden wie eine Spreu auf der Sommertenne, und der Wind verwehte sie, daß man sie nirgends mehr finden konnte. Der Stein aber, der das Bild zerschlug, ward ein großer Berg, daß er die ganze Welt füllte.  
 
Dan 2:36
 
Das ist der Traum. Nun wollen wir die Deutung vor dem KÃnig sagen.  
 
Dan 2:37
 
Du, KÃnig, bist ein KÃnig aller KÃnige, dem der Gott des Himmels KÃnigreich, Macht, Stärke und Ehre gegeben hat  
 
Dan 2:38
 
und alles, da Leute wohnen, dazu die Tiere auf dem Felde und die VÃgel unter dem Himmel in deine Hände gegeben und dir über alles Gewalt verliehen hat. Du bist das goldene Haupt.  
 
Dan 2:39
 
Nach dir wird ein anderes KÃnigreich aufkommen, geringer denn deins. Darnach das dritte KÃnigreich, das ehern ist, welches wird über alle Lande herrschen.  
 
Dan 2:40
 
Und das vierte wird hart sein wie Eisen; denn gleichwie Eisen alles zermalmt und zerschlägt, ja, wie Eisen alles zerbricht, also wird es auch diese alle zermalmen und zerbrechen.  
 
Dan 2:41
 
Daß du aber gesehen hast die Füße und Zehen eines Teils Ton und eines Teils Eisen: das wird ein zerteiltes KÃnigreich sein; doch wird von des Eisens Art darin bleiben, wie du es denn gesehen hast Eisen mit Ton vermengt.  
 
Dan 2:42
 
Und daß die Zehen an seinen Füßen eines Teils Eisen und eines Teils Ton sind: wird's zum Teil ein starkes und zum Teil ein schwaches Reich sein.  
 
Dan 2:43
 
Und daß du gesehen hast Eisen und Ton vermengt: werden sie sich wohl nach Menschengeblüt untereinander mengen, aber sie werden doch nicht aneinander halten, gleichwie sich Eisen und Ton nicht mengen läßt.  
 
Dan 2:44
 
Aber zur Zeit solcher KÃnigreiche wird der Gott des Himmels ein KÃnigreich aufrichten, das nimmermehr zerstÃrt wird; und sein KÃnigreich wird auf kein ander Volk kommen. Es wird alle diese KÃnigreiche zermalmen und verstÃren; aber es selbst wird ewiglich bleiben;  
 
Dan 2:45
 
wie du denn gesehen hast einen Stein, ohne Hände vom Berge herabgerissen, der das Eisen, Erz, Ton, Silber und Gold zermalmte. Also hat der große Gott dem KÃnig gezeigt, wie es hernach gehen werde; und der Traum ist gewiß, und die Deutung ist recht.  
 
Dan 2:46
 
Da fiel der KÃnig Nebukadnezar auf sein Angesicht und betete an vor dem Daniel und befahl, man sollt ihm Speisopfer und Räuchopfer tun.  
 
Dan 2:47
 
Und der KÃnig antwortete Daniel und sprach: Es ist kein Zweifel, euer Gott ist ein Gott über alle GÃtter und ein HERR über alle KÃnige, der da kann verborgene Dinge offenbaren, weil du dies verborgene Ding hast kÃnnen offenbaren.  
 
Dan 2:48
 
Und der KÃnig erhÃhte Daniel und gab ihm große und viele Geschenke und machte ihn zum Fürsten über die ganze Landschaft Babel und setzte ihn zum Obersten über alle Weisen zu Babel.  
 
Dan 2:49
 
Und Daniel bat vom KÃnig, daß er über die Ämter der Landschaft Babel setzen mÃchte Sadrach, Mesach und Abed-Nego; und er, Daniel blieb bei dem KÃnig am Hofe.  

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