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Proverbs 1 Ecclesiastes 2

Ecclesiastes 3:1-22

Ecclesiastes 4 Song of Solomon 1

German - Luther

 
 
 
Ecc 3:1
 
Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vornehmen unter dem Himmel hat seine Stunde.  
 
Ecc 3:2
 
Geboren werden und sterben, pflanzen und ausrotten, was gepflanzt ist,  
 
Ecc 3:3
 
würgen und heilen, brechen und bauen,  
 
Ecc 3:4
 
weinen und lachen, klagen und tanzen,  
 
Ecc 3:5
 
Stein zerstreuen und Steine sammeln, herzen und ferne sein von Herzen,  
 
Ecc 3:6
 
suchen und verlieren, behalten und wegwerfen,  
 
Ecc 3:7
 
zerreißen und zunähen, schweigen und reden,  
 
Ecc 3:8
 
lieben und hassen, Streit und Friede hat seine Zeit.  
 
Ecc 3:9
 
Man arbeite, wie man will, so hat man doch keinen Gewinn davon.  
 
Ecc 3:10
 
Ich sah die Mühe, die Gott den Menschen gegeben hat, daß sie darin geplagt werden.  
 
Ecc 3:11
 
Er aber tut alles fein zu seiner Zeit und läßt ihr Herz sich ängsten, wie es gehen solle in der Welt; denn der Mensch kann doch nicht treffen das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.  
 
Ecc 3:12
 
Darum merkte ich, daß nichts Besseres darin ist denn frÃhlich sein und sich gütlich tun in seinem Leben.  
 
Ecc 3:13
 
Denn ein jeglicher Mensch, der da ißt und trinkt und hat guten Mut in aller seiner Arbeit, das ist eine Gabe Gottes.  
 
Ecc 3:14
 
Ich merkte, daß alles, was Gott tut, das besteht immer: man kann nichts dazutun noch abtun; und solches tut Gott, daß man sich vor ihm fürchten soll.  
 
Ecc 3:15
 
Was geschieht, das ist zuvor geschehen, und was geschehen wird, ist auch zuvor geschehen; und Gott sucht wieder auf, was vergangen ist.  
 
Ecc 3:16
 
Weiter sah ich unter der Sonne Stätten des Gerichts, da war ein gottlos Wesen, und Stätten der Gerechtigkeit, da waren Gottlose.  
 
Ecc 3:17
 
Da dachte ich in meinem Herzen: Gott muß richten den Gerechten und den Gottlosen; denn es hat alles Vornehmen seine Zeit und alle Werke.  
 
Ecc 3:18
 
Ich sprach in meinem Herzen: Es geschieht wegen der Menschenkinder, auf daß Gott sie prüfe und sie sehen, daß sie an sich selbst sind wie das Vieh.  
 
Ecc 3:19
 
Denn es geht dem Menschen wie dem Vieh: wie dies stirbt, so stirbt er auch, und haben alle einerlei Odem, und der Mensch hat nichts mehr als das Vieh; denn es ist alles eitel.  
 
Ecc 3:20
 
Es fährt alles an einen Ort; es ist alles von Staub gemacht und wird wieder zu Staub.  
 
Ecc 3:21
 
Wer weiß, ob der Odem der Menschen aufwärts fahre und der Odem des Viehes abwärts unter die Erde fahre?  
 
Ecc 3:22
 
So sah ich denn, daß nichts Besseres ist, als daß ein Mensch frÃhlich sei in seiner Arbeit; denn das ist sein Teil. Denn wer will ihn dahin bringen, daß er sehe, was nach ihm geschehen wird?  

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